Vox Media setzt auf Programmatic Advertising

Vox Media (USA) gab seine Skepsis gegenüber Programmatic Advertising auf und setzt nun auf Automatisierung im Anzeigenverkauf. Vox nimmt daher seit sechs Monaten an einem Google Pilotprogramm teil. Daneben bleibt jedoch der Anzeigendirektverkauf bestehen. Zusätzlich wird die eigene Ad-Plattform “Hymnal” für Multimedia-Anzeigen eingesetzt.

Deutsche Vermarkter setzen auf Programmatic Advertising

58 Prozent der befragten deutschen Vermarkter nutzen bereits Programmatic Advertising, heißt es in einem Bericht von Quantcast (USA). Bei 53 Prozent der Werbetreibenden mache Programmatic bereits bis zu 20 Prozent des Digitalbudgets aus. 71 Prozent der Befragten setzen die neue Technologie seit weniger als zwei Jahren ein.

Spiegel Online verkauft Anzeigen automatisiert

Ab 17. September 2015 verkauft Spiegel Online Anzeigen für seine Startseite automatisiert via Programmatic Advertising. Damit können erstmals für einen Tag mehrere Kunden Anzeigen schalten. Der Verlag entschied sich im Grundsatz für Programmatic Advertising und verwendet die Technologie von „Adition“.

Digitale Verlage ohne Programmatic Advertising

Neue digitale Verlage wie Vox Media, Mic und Refinery29 lehnen es ab, ihr Anzeigengeschäft an Vermarkter abzugeben, oder Programmatic Advertising einzusetzen. Solche Verlage machen ihre Anzeigenvermarktung  selbst, um keine Analyse- und Nutzerdaten herausgeben zu müssen, sagte Redakteur Mike Shields. Diese Verlage arbeiteten bereits an eigenen Anzeigen-Produkten und -Werkzeugen.

Condé Nast verbessert Workflow durch Programmatic

Für den Verlag Condé Nast liege der Nutzen von Programmatic Advertising im verbesserten Workflow, sagte Programmtic-Leiter Rick Welch. Damit werde mehr Personal für den kreativen Bereich frei. Automatisierung bringe Synergieeffekte für verschiedene Abteilungen wie etwa den Verkauf und Digitale Medien. Eine Herausforderung bleibe jedoch Bildung des Personals, besonders auf Seiten der Verlage.

Programmatic Advertising: europäische Lösung nötig

Europas Medienunternehmen sollten beim Programmatic Advertising nicht US-amerikanische Ansätze kopieren: Es gehe um dem europäischen Markt angepasste, eigene Lösungen, sagte SevenOne Media-Geschäftsführer Thomas Port. Aufgrund der schnelllebigen, fragmentierten Medienlandschaft werde Automatisierung zum Muss. Grundlegend dabei seien Methode und Dosierung.

Programmatic Branding nur sinnvoll mit Nutzeridentifizierung

Von Programmatic-Kampagnen wird eine höhere Effizienz als von klassischen Werbeformen erwartet. Nur durch Identifizierung des Nutzers – über alle dessen Geräte hinweg – könne dieser Vorteil in qualitativ höhere Reichweite umgemünzt werden, sagte Chris O’Hara. Im “Cross Device Identity Management” (CDIM) liege der Schlüssel für Vermarkter im digitalen Sektor gegenüber Medien wie dem Fernsehen.

Starcom trainiert Mitarbeiter für programmatisches Marketing

Die Realität programmatischer, automatisierter Werbung führte zur strategischen Umstrukturierung der US-amerikanischen Agentur Starcom. 1.200 Mitarbeiter wurden neu ausgebildet und betreuen Kunden in Teams. Zudem legte man den Fokus auf Datenerfassung und -auswertung. Alle Mitarbeiter müssten die Auswertungstools verstehen können, sagte Präsidentin Amanda Richman.

Programmatische, automatisierte Werbung ist Realität

Werbetreibende fühlen sich mit programmatischer Werbung und Automatisierung zunehmend vertraut und der Bereich wachse, erkennt eine Studie von Adflow. Weiterhin stiegen die Werbeausgaben für Mobile gegenüber dem Desktop weiter an. Im Europäischen Markt legte 2014 die Click-Through-Rate (CTR) um 59 Prozent zu, was vor allem an wachsendem Brand Advertising liege.