Digital News Report: Treten Medienmarken in den Hintergrund?

Der Reuters Digital News Report scheint Befürchtungen mancher Medienhäuser zu bestätigen: Distributed Content auf Plattformen wie Facebook oder Snapchat lasse den “Absender” der Inhalte mitunter in den Hintergrund treten. In den USA und der EU geben mittlerweile 46 Prozent (Deutschland: 31%) der Nutzer an, Soziale Medien als Nachrichtenquelle zu verwenden. Dies ist gegenüber 2013 fast […]

Homeless Media: Fluch oder Chance?

Starke Medienmarken würden durch Social-Media und App-Giganten zu flüchtigen Begleitern der Generation Smartphone degradiert werden, so Horizont-Chefredakteur Volker Schütz. “Besonders deutlich wird diese dramatische Entwicklung am Relevanzverlust der Homepage, der konterkariert wird durch den immensen Bedeutungszuwachs von Newslettern, Snippets, Empfehlungen von Freunden und Meta-Apps wie Facebook oder Snapchat.” Dieser Switch stelle Onliner in Medienhäusern vor […]

Magazin-Verlage wurden multimediale Marken

Traditionelle Magazin-Verlage, die ihr Geschäftsmodell digital transformiert haben, wurden binnen einer Dekade zu multimedialen Marken, heißt es in einer Statistik von Statista, basierend auf einer Erhebung von Folio: (USA). Zwischen 2004 und 2014 gingen die Einnahmen durch Print-Anzeigen bis zu 20 Prozent zurück. Dies wurde durch Einnahmen aus Abos, digitaler Werbung, App-Verkäufen, E-Mail-Newslettern, Events und […]

Welt-Gruppe will digitales Leitmedium werden

Die Welt und N24 wollen sich unter einem Markendach vereinen sowie digital neu aufstellen. Ziel sei es, sich zum “digitalen Leitmedium für Qualitätsjournalismus” zu entwickeln, sagte ein Sprecher der Welt-Gruppe. Gemeinsam sollen alle digitalen Kanäle, inklusive dem App-Angebot, sowie Print bedient werden. Alle Auftritte erfolgten künftig unter der Marke “Welt”.

Pressreader-CCO: “Deutscher Markt ultrakonservativ”

Pressreader-Chief Content Officer Nikolay Malyarov empfindet den deutschen digitalen Pressevertriebsmarkt als ultrakonservativ. In der Zukunft werde die Bedeutung klassischer Medienmarken abnehmen, vor allem bei jüngeren Lesern. Stattdessen würden die Autoren wichtiger und daher Journalisten und Blogger immer mehr zur Marke werden.

“Bedingungslos in Perspektive des Lesers versetzen”

Wichtigster Erfolgsfaktor für Content Marketing sei, sich bedingungslos in die Perspektive des Lesers zu versetzen, auf sein Lebensgefühl einzugehen, sagte Agentur C3-Chef Lukas Kircher. Unternehmen sollten eine bedürfnisorientierte Kommunikationsstrategie umsetzen. Dazu gehöre auch, immer den Marken-Absender deutlich zu benennen – andernfalls nehme die jeweilige Marke Schaden.

Instagram Bilderstrecken-Ads erzählen Marken-Stories

Instagram startete sein Bilderstrecken-Format “Carousel Ads” in Deutschland. Vermarkter bzw. Inhaltsanbieter können bis zu vier Bilder in einem interaktiven Karussell anzeigen lassen, plus externe Verlinkung. So werden Zusammenhängende Geschichten möglich, die Nutzer Marken besser verstehen lassen, sagte Instagram-Managerin Amy Cole.

Nutzer von Messaging-Apps offen für Inhalte & Marken

Messaging-Apps seien eine hervorragede Möglichkeit, die Millenials-Generation zu erreichen, sagte Forrester-Analyst Thomas Husson. Es herrsche eine Offenheit für Inhalte und Marken, die Vermarkter und Inhaltsanbieter nutzen könnten. Der stetig wachsende Markt biete zahlreiche Möglichkeiten des Content-Marketings – wobei allerdings der Kontext passen müsse.

Marken schlagen Algorithmen

“Menschen sind nicht markenneutral auf Plattformen, sie haben klare Präferenzen”, sagte Troy Young, Digitale Medien-Chef bei Hearst. Traditionelle Medienunternehmen müssten ihre Marken stärken und in eine Plattform-Strategie integrieren. So könnten Algorithmen geschlagen sowie einer wachsenden Anzahl von Distributionskanälen und Start-ups begegnet werden.

Debatte um Markenimage und Corporate Publishing

In seinem Artikel geht der Digitalstratege Klaus Eck auf die Debatte um Corporate Publishing und Native Advertising ein. Beim vieldiskutierten Beispiel “Curved” reiche ihm die gebotene Transparenz aus und zähle für ihn nicht als Online-Werbung. Ihm fehle jedoch ein positiver Transfer von Content-Hubs auf das entsprechende Markenimage.