US-Wahlkampf: Roboterjournalisten setzten die Agenda

Mehrere US-Medienhäuser setzten in der Berichterstattung der 2016er Präsidentschaftswahlen auf Journalistenroboter: Redaktionen werden dabei von Algorithmen und Datenquellen unterstützt, wobei Texte kreiiert werden. Einige der virtuellen Roboter kommunizieren zudem mit Lesern bzw. App-Nutzern. So nutzte etwa die New York Times einen Chat-Roboter bei Facebook. Die Washington Post verwendet “Heliograph”, eine Software, die einen Textmix von […]

Grundlagen für Journalisten im Digitalzeitalter

Paige Levin von der Knight Foundation (USA) sieht für Journalisten im Digitalzeitalter zehn Grundlagen, die unbedingt beherrscht werden sollten: Grundkenntnisse in Coding, besonders HTML, sowie Mathematik für Datenanalyse seien sehr hilfreich. Hinzu kämen Querschnittsqualifikationen etwa in Ökonomie, Marketing sowie Sozialen Medien. Ferner bräuchten Journalistikstudenten unbedingt die Fähigkeit Video- und Grafikinhalte für diverse Plattformen produzieren zu […]

Journalisten-Ausbildung: Digitalisierung noch mangelhaft

Die journalistische Ausbildung in Deutschland müsse sich von alten Denkmustern lösen, sagte Stephan Weichert, Leiter des Studiengangs Digital Journalism der Hamburg Media School. Derzeit würden zu oft klassische Modelle, Rollen und Standards eins zu eins auf die digitale Welt übertragen. Zudem stelle er eine “Innovationsresistenz von Mitgliedern einzelner Institutionen” fest. Viel mehr gelte es, mit […]

Expertentipps: Journalistenplattform Piqd startet

“Piqd” startete als Plattform für Journalisten, um die tägliche Informationsflut zu ordnen. Dahinter steht die Münchener Agentur “Bloom”, die Piqd als “Journalistische Qualitätsplattform” etablieren will. Angebotene Inhalte sind “Piqs”, d.h. kurze Teaser-Texte plus Begründung, warum der Text lesenswert ist. Pro Experte und Tag ist eine Empfehlung erlaubt.

Facebook startet Journalisten-Werkzeug Signal

Facebook startet “Signal”: dieses Werkzeug für Journalisten dient als Indikator für Nachrichten, ähnlich Twitters “Trending Topics” bzw. “Google Trends”. Damit können Nachrichteninhalte bei Facebook und Instagram kuratiert und eingebunden werden. Zudem bietet das System weitere Echtzeitwerkzeuge, erweiterte Hashtagsuche sowie Datenvergleiche.

Pocketstory verkauft nun auch Artikel freier Journalisten

Der Online-Kiosk Pocketstory verkauft ab sofort auch einzelne Artikel von freien Journalisten. Diese erhalten dabei 70 Prozent der Nettoerlöse. Die Kooperation erfolgt mit dem Start-up Mediapreneure, das als Vermittler zwischen Journalisten und der Plattform fungiert.

Leser zufriedenstellen, nicht Journalisten

Verlage können vom Einzelhandel lernen, was die Leute wollen, wofür und wie viel sie Geld ausgeben würden, sagte der Journalist und Autor John Cokley. Verlage sollten ähnliche Inhalte gruppieren und besser auspreisen. Ferner könnte die Unparteilichkeit, Unabhängigkeit und Fairness von News-Inhalten gekennzeichnet werden. Ziel sei es, Leser zufriedenzustellen, nicht Journalisten.

Netzjournalist Gutjahr: „Das Produkt bin ich“

Netzjournalist Richard Gutjahr empfiehlt Verlagen viel stärker auf Autorenpersönlichkeiten statt Medienmarken zu setzen. „Das Produkt, das wird mir jetzt immer mehr bewusst, bin ich“, sagte Gutjahr. Durch Plattformen wie Facebooks “Instant Articles” verlören Marken an Bedeutung, entscheidend seien die Autoren. Der Businesskern bestehe zudem aus Beziehungen, nicht Inhalten.

Gutjahr: Schmackhafte Inhalte statt Mittelmaß

“Was wir uns in Zukunft nicht mehr leisten können, ist Mittelmaß”, sagte Richard Gutjahr in Bezug auf journalistische Inhalte und den Kampf um Aufmerksamkeit. Journalisten und Medienanbieter müssten drei Fragen beantworten: Wie man gefunden werde, relevant bleibe und Inhalte so “konfektioniere, damit sie den Menschen nutzen”, sagte Gutjahr.

Beacon ermöglicht Crowdfunding für Journalisten

Die speziell für Journalisten konzipierte Crowdfunding-Plattform Beacon fokussiert sich nicht auf die Story, sondern auf die Journalisten dahinter, sagte Laura Blasey von American Journalism Review. Ein Monatsbeitrag von fünf US-Dollar helfe, favorisierte Autoren zu finanzieren. Journalismus-Crowdfunding sei schwieriger und habe eine höhere Nichterfolgsquote als anderen Projekte.