FAZ Online-Angebot wird teilweise kostenpflichtig

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) bietet ab sofort einzelne Online-Artikel kostenpflichtig an. Dies soll vor allem “besondere Hintergrundstücke, das Beste aus der Zeitung” betreffen, sagte ein FAZ-Sprecher. Auf diese Weise sollen Leser von einem digitalen Abo überzeugt werden. Zudem soll die Zahl der Online veröffentlichten Artikel aus der Printausgabe weiter steigen. Abonennten sowie “FAZ plus”-Nutzer […]

taz erzielt über 1 Mio Euro Einnahmen durch freiwillige Unterstützer

Die Tageszeitung taz erzielte mit ihrer Kampagne “taz.zahl ich” mittlerweile über eine Million Euro an Einnahmen. Dabei wurde von Januar bis August 2016 knapp 400.000 Euro eingenommen, was die Kampagnen-Einnahmen des Jahres 2015 laut taz deutlich übertrifft. Dabei dienen die freiwilligen Zahlungen von Lesern der direkten Finanzierung des Blattes bzw. des Online-Angebotes.

taz: 45.000 Euro mit freiwilligen Leserzahlungen pro Monat

Die “taz” nimmt durchschnittlich 45.000 Euro an freiwilligen Zahlungen von Lesern pro Monat ein, heißt es in er Studie der Universität Münster. Das Blatt betreibt werder eine harte Bezahlschranke, noch ein Metered- oder Freemium-Modell. Leser werden stattdessen mit Texteinblendungen zum Wert journalistischer Arbeit zur Zahlung eingeladen. 70 Prozent der befragten Leser teilten mit, sie zahlten, […]

“Dem Journalismus steht das Schlimmste noch bevor”

“Ich fürchte, dass die Refinanzierung von Journalismus in einem digital vernetzten Zeitalter noch komplizierter werden wird”, sagte Sascha Lobo. Der deutschsprachige Journalismus refinanziere sich immer noch zu 80 bis 85 Prozent über Printprodukte. Etwas Neues müsste nachwachsen – “aber tut es kaum”. Einzelne Experimente, die Hoffnung machen, seien super. “Aber Hoffnung zahlt keine Miete.” Ein […]

Crowdfunding wird für den Journalismus immer wichtiger

Mit 1,74 Millionen US-Dollar wurden im vergangenen Jahr 173 journalistische Crowdfunding-Projekte auf Kickstarter finanziert. 2009 waren es noch knapp über 49.000 US-Dollar. Hinzu kommen all die anderen Crowdfunding-Plattformen, einige davon ausschließlich für den Journalismus. Eine davon ist Beacon, die den Fokus von einzelnen Journalisten oder Gruppen stärker auf breite Themen gelegt hat. Zudem kooperieren einige […]

Business Angels investieren deutlich weniger

Die Pro-Kopf-Investitionen von Deutschlands Privatinvestoren und Start-Up-Fördereren sind im Vergleich zum Vorjahresquartal um rund die Hälfte eingebrochen, ergab eine Panel-Umfrage im Auftrag des Business Angels Netzwerks Deutschland und der VDI Nachrichten. Fast jeder Dritte will keine Mehrinvestitionen tätigen, nur 23 Prozent haben bisher investiert. Seit zwei Jahren sei die Quote nicht mehr so niedrig gewesen.

Boston Globe will 1 US-Dollar pro Tag für News

Der Boston Globe hat die Preise für Digitalabos auf 0,99 US-Dollar angehoben und seine Paywall und Abos entsprechend umgestellt. Die führende US-Regionalzeitung will damit die 65.000 Digital-Abos sowie den Umsatz pro Leser weiter steigern. Bisher wird bereits 56 Prozent des Umsatzes durch Abos bzw. Leser erwirtschaftet.

Chrome-Erweiterung Tipsy für freiwillig zahlende Leser

MIT-Professor David Karger hat an Tipsy gearbeitet, einer Erweiterung für Googles Browser Chrome. Die kostenlose Open Source-Erweiterung zeichnet das Surfverhalten der Nutzer auf und verteilt nach selbst festlegbaren Zeitabständen die freiwillig eingezahlten Beträge an die Autoren und Verlage. Das Konzept erinnert damit an das schwedische Mircopayment-Angebot Flattr.

“Wenn Print stirbt, stirbt auch Online”

Das wichtigste Thema des Journalismus wird DJV-Vorsitzender Michael Konken zufolge dessen Finanzierung werden. Angesichts der Auflagenrückgänge könne er sich eine Haushaltsabgabe für Printmedien vorstellen. Konken mahnt, das Unbehagen mancher Menschen am Journalismus als Warnung zu verstehen und verstärkt daran zu “arbeiten, wieder wahrhaftiger zu berichten”.

Inhalts-Promotion sichert Reichweite und Werbegelder

„Für die Publisher ist es eine große Gefahr, wenn Commerce-Portale zu Werbeträgern werden", sagte Internet-Unternehmer Philipp Westermeyer. Verlage sollten daher neben Content Marketing auf “Content Promotion” setzen, um Reichweite und Relevanz zu erreichen. Nur so lasse sich die Verschiebung der Werbegelder von Inhaltsanbietern zu E-Commerce-Plattformen eindämmen.