B2B-Trends 2017: Daten, Digitales Storytelling und Personalisierung

Die Trends 2017 für den Bereich Business-to-Business (B2B) der Agentur Substance151 (USA) kommen direkt aus dem Umfeld des Digital Publishing: Daten sind der Antriebsmotor für Unternehmen und Grundlage für das digitale Storytelling sowie die Personalisierung der gesamten Unternehmenskonversationen. Ferner sterbe der Unternehmensbereich “Dititales Marketing” aus, denn Unternehmen führten endlich alle Marketingaktivitäten zusammen. Integriertes Marketing führe […]

Fehlende Nutzerdaten verhindern neue Geschäftsmodelle

Nur 14 von 33 befragten Entscheidern von Zeitungsverlagen haben Zugriff auf Basisdaten Ihrer Leser bzw. Abonennten, heißt es einem Bericht von MSO Digital und der Zeitungs Marketing Gesellschaft (ZMG). Lediglich acht befragte Entscheider haben Vollzugriff auf die Daten. Die bislang fehlenden Daten über die Nutzer verhinderten so massiv neue Geschäftsmodelle. Verlage hätten zwar Personalisierung als […]

Content Marketing der Zukunft kann nur datengesteuert erfolgen

77 Prozent der Marketing-Entscheider in Unternehmen wollen 2016 das Budget für Content Marketing aufstocken, heißt es in einer Studie von Oracle Marketing Cloud und Econsultancy. Dabei sollten Inhalte immer auf den Nutzer zugeschnitten sein, denn Leser erwarteten eine personalisierte Ansprache. Weiterhin müssten Inhalte regionalisiert werden, was etwa datenschutzrechtliche Prüfungen sowie Übersetzungen einschließe. Zudem spiele Automation […]

Metriken statt Clickbait

“Jede Plattform hat andere Strukturen und andere Mechanismen. Die Art, Geschichten zu erzählen, wandelt sich. Auf Snapchat ist sie anders als bei Facebook. Relevanzkriterien werden neu ausgehandelt. Und mit ihnen auch die Metriken, die Relevanz und Erfolg messbar machen”, schreibt Andreas Rickmann, Social-Media-Leiter der Bild-Zeitung. Viele Publisher seien derzeit nicht in der Lage, Daten auszuwerten […]

Bauer Media UK will mehr Leserdaten durch Logins

Bauer Media UK (Großbritannien) will seine Leserschaft Portfolio-übergreifend besser monetarisieren: Dafür sollen Leser sich registrieren bzw. anmelden. Durch die erfassten Daten erhofft man sich zielgerichtetere Werbung. Registrierte Leser sollen dabei Zugang zu mehr Inhalten sowie weniger Werbung erhalten. Dieselbe Methode hätte bereits beim Radionetzwerk “Absolute Radio” zum Erfolg geführt.

Trend zu datengetriebener Inhalteproduktion

Datengebtriebene Inhalteproduktion verändert die Redaktionsarbeit, etwa durch Erstellung von Texten per Algorithmus. Angebote wie Huffington Post oder Business Insider setzen zudem auf professionelle Nutzerdatenauswertung, wodurch zielgruppenspezifische Inhalte generiert werden. Verbesserte Visualisierung optimiere ferner das multimediale Storytelling: dabei entstehe Mehrwert durch “Datenjournalismus”.

Branded Content: Verbindung zu Daten und Technologie

Nur herausragende Inhalte führen dazu, dass Branded Content das Verhalten der Nutzer ändert, sagte Guardian-Managerin Anna Watkins auf dem CMA Content Marketing Summit in London. Dies zu messen, reichten Social-Media-Interaktionen nicht mehr aus. Es brauche stattdessen eine Verbindung der Inhalte mit Datenerhebung und Technologie.

Reuters entwickelt automatisierte Umfrageauswertung

Reuters hat ein System entwickelt, um die schieren Datenmengen von Umfragen besser analysieren und auswerten zu können. Algorithmen durchforsten Datensätze nach signifikanten Abweichungen. Ein automatischer Sprachgenerator beschreibt und verlinkt anschließend diese “Ausreißer”. Das System werde laut Reuters weiter optimiert, bevor der produktive Einsatz beginne.

Verlage setzen auf Abo-Daten und Personalisierung

Traditionelle Medienhäuser wie Condé Nast oder News Corp setzen zunehmend auf Personalisierung: durch Einsatz der Abonnement-Daten erhalten werbende Unternehmen zielgenaue Informationen. Damit treten die Verlage gegen Konzerne wie Google oder Facebook an. Zudem solle das Targeting über mehrere Geräte hinweg weiterentwickelt werden.

Business Insider setzt wegen Daten auf Social Media

Business Insider veröffentlicht unter „Insider“ Inhalte auf Sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter. Man wolle experimentieren und erhoffe sich zahlreiches Feedback, sagte Business Insider-Präsidentin Julie Hansen. Man setze wegen mehr Nutzerdaten sowie bessere spätere Monetarisierung der Inhalte auf die Social-Media-Plattformen.