Newsweek öffnet Bezahlschranke: mehr freie Inhalte

Newsweek bietet ab sofort alle Web-Inhalte und die wöchentliche Magazin-Coverstory frei auf seinem Online-Angebot an, das Modell der harten Paywall wurde geöffnet. Für Magazin-Artikel gilt jedoch weiterhin das Metered-Paywall-Modell, wobei fünf Artikel frei sind. Newsweek will damit mehr Leser von der Qualität seiner Inhalte überzeugen und die Reichweite steigern.

Bezahlschranken als Zuarbeit für Mitbewerber?

Inhalte hinter Bezahlschranken führen zu erhöhtem Suchaufkommen bei Mitbewerbern mit entsprechenden kostenlosen Inhalten. Ein Beispiel ist laut SEO-Experte Steven Broschart der Bild Plus-Bericht über das Gehalt des Fußballers Bastian Schweinsteiger. Dies sei durch Suchtrendauswertungen belegbar. Für Inhaltsanbieter mit Paywalls empfiehlt Broschart daher nur exklusive Rich Media-Inhalte.

„Paid Content muss sich durchsetzen“

„Paid Content muss sich durchsetzten, dazu gibt es keine Alternative“, sagte plenigo-Gründer Thorsten Petter. Nur so bestehe künftig eine professionelle Vielfalt von Inhalten. Das Münchener Start-up entwickelte daher ein eigenes Bezahlschrankensystem inklusive Micropayment-Möglichkeit. Die Plattform sei mietbar, nutzerfreundlich und folge dem Grundsatz Leser wie “gute Gäste” zu behandeln.

Paywalls: Information nicht mehr bezahlenswert?

Bezahlschranken würden sich nicht flächendeckend durchsetzen, sagte Stephan Goldmann von Lousy Pennies. Das Kuratieren von Information sei heute nämlich nicht mehr bezahlenswert. Weiterhin seien die Bezahlmöglichkeiten zu umständlich, besonders bei Kleinbeträgen. Zudem biete das Netz ständig neue, kostenlose Ausweichmöglichkeiten für Leser.