Roboter-Journalismus: Vorteile in der Nische

Roboter-Journalismus bietet Vorteile in bestimmten Nischen und ergänzt die Arbeit von Redakteuren auf sinnvolle Weise, so die Kernthese von Redakteur Fabian Mirau. Algorithmen und Big-Data würden schon jetzt Reportern bei der Recherche helfen. Künftig seien automatisierte Berichte etwa über Aktiennachrichten oder in der Sportberichterstattung denkbar. Weiterhin könnten kleine Redaktionen durch die software-basierte Hilfe kostengünstiger arbeiten. […]

Reuters entwickelte Vorhersage-Tool für Twitter-News

Reuters entwickelte bereits 2014 mit “News Tracer” ein internes Tool, um Breaking News auf Twitter besser erkennen bzw. vorhersagen zu können. “Es ist Teil der Reuters-DNA, dass wir die ‘Ersten’ sind”, sagte Reg Chua, Reuters-Redakteur für Daten & Innovation. Daher brauchte man diese Algorithmen dringend. Die Stärke des News Tracers liege darin, News zu filtern […]

Algorithmen und Plattformen: Segen und Fluch zugleich

In seinem streitbaren Artikel zeigt Nikolay Malvarov Vor- und Nachteile von Algorithmen und 3rd Party-Plattformen für die Publishing-Industrie auf. Z.B. änderte Facebook kürzlich seinen Algorithmus, so dass nur noch 1 bis 2 Prozent der Fans von Verlagen neuen Content in ihren Timelines angezeigt bekommen – ein herber Rückschlag, da Facebook mit Instant Articles Content-Anbietern zuerst […]

Katharine Viner, Guardian: Journalismus im Kampf gegen Plattform-Algorithmen

Journalisten und Werbetreibende sehen sich beide dem Kampf gegen Newsfeed-Algorithmen, wie etwa von Facebook, ausgesetzt, sagte Katharine Viner, News- und Medien-Chefredakteurin des Guardian. Sie zeichnet ein dramatisches Bild: Newsanbieter hätten bereits die Terminologie und Vision des Silicon Valley angenommen. Nutzer sieht sie in “Echokammern” isoliert, da sie sich zunehmend in Filterblasen von Facebook, WhatsApp oder […]

Algorithmen im Journalismus = Rationalisierungs-Potenzial

“Wie wird der Journalismus im Jahr 2020 aussehen?”, fragte die Deutsche Gesellschaft Qualitätsjournalismus handverlesene Experten. Die Wirtschaftswoche-Chefredakteurin Miriam Meckel tippt auf den automatisierten Journalismus als “the next big thing”. Sie sehe im Einsatz von Algorithmen im Journalismus “ein erhebliches Rationalisierungs- und Einsparungspotenzial” für Redaktionen, denn: “Algorithmen werden nicht krank, streiken nicht und wollen keine Gehaltserhöhung.”

Zukunftsjournalismus: interaktive Artikel und Algorithmen

Der Nachrichtenjournalismus ist tot, es lebe der Datenjournalismus, verkündete vor Kurzem das Laboratorium der New York Times. “Die Zeichen stehen auf Forschung, Entdeckung und vor allem Umbruch. Alle Regeln, die bisher galten, werden in Frage gestellt, neu interpretiert, überworfen”, schreibt Marinela Potor. Interaktive Artikel sowie Algorithmen, die Links und Zusammenhänge zwischen Artikeln erkennen, seien im […]

Marketing nicht Plattform-Algorithmen unterwerfen

Owned Media und Branding würden auch in Zukunft das Fundament jeder erfolgreichen Kampagne bleiben, sagte Mobile Geeks-Gründer Sascha Pallenberg. Entscheidend sei die Unabhängigkeit von ständigen Algorithmenänderungen anderer Plattformen wie Facebook oder Snapchat. Zusätzliches Bespielen weiterer Kanäle entscheiden allein die individuellen Inhalte des Anbieters.

Marken schlagen Algorithmen

“Menschen sind nicht markenneutral auf Plattformen, sie haben klare Präferenzen”, sagte Troy Young, Digitale Medien-Chef bei Hearst. Traditionelle Medienunternehmen müssten ihre Marken stärken und in eine Plattform-Strategie integrieren. So könnten Algorithmen geschlagen sowie einer wachsenden Anzahl von Distributionskanälen und Start-ups begegnet werden.

Algorithmische Zensur bei Facebook

Die Soziologin und Bloggerin Zeynep Tufekci hat im vergangenen Sommer die Unruhen in Ferguson auf Twitter und Facebook verfolgt und spricht nun von einer “algorithmische Zensur”. “Die sozialen Netzwerke geben ein verzerrtes Bild der Realität ab. Das hat Folgen für die politische Kultur und den Diskurs”, schreibt Adrian Lobe.