PwC-Studie: Junge Nutzer offen für Paid Content

Laut einer neuen Studie von PricewaterhouseCoopers ist die Zahlungsbereitschaft für digitale Inhalte bei jungen Nutzern besonders hoch. Demnach haben knapp 40 Prozent der 18- bis 29-Jährigen bereits für  journalistische Inhalte im Netz bezahlt. Bei den über 40-jährigen nimmt die Zahlungsbereitschaft drastisch ab. Hier ist möglicherweise eine Trendwende zu erkennen: Die „Kostenloskultur“, die das Internet jahrelang dominiert hat, ist für jüngere Usern nicht mehr so selbstverständlich – sie sind es gewohnt, für Streaming-Abos zu bezahlen, und haben deshalb auch weniger Hemmungen, für ein Magazin-Abo oder einen Einzelartikel Geld auszugeben.
Hier mehr zum Thema erfahren: https://www.horizont.net/medien/nachrichten/pwc-umfrage-zahlungsbereitschaft-fuer-inhalte-ist-bei-jungen-internetnutzern-am-hoechsten-172376?utm_source=%2Fmeta%2Fnewsletter%2Fnewsline&utm_medium=newsletter&utm_campaign=nl32848&utm_term=3581c5cb35d229c9ed60b39f9135f799

Digitalumsätze wachsen um 24 Prozent

Wie der Branchendienst „pv digest“ errechnet hat, sind die Digitalumsätze deutscher Verlage im Vergleich zum Vorjahr um satte 24 Prozent gestiegen. Geschätzte 396 Millionen Euro wurden 2018 mit Paid Content umgesetzt. Vor allem regionale Tageszeitungen haben zulegen können. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse hat die W&V hier veröffentlicht: https://www.wuv.de/medien/geld_fuer_paid_content_bei_print_sitzt_immer_lockerer

„taz“ will als erste Tageszeitung (fast) ausschließlich digital erscheinen

Die „taz“ plant, bis 2022 für ihre werktägliche Ausgabe komplett auf Papier zu verzichten. Geschäftsführer und Mitgründer der Tageszeitung Karl-Heinz Ruch hält Zeitungsdruck für eine „aufwändige Art von Papier-Recycling“ und sieht – zumindest für die Tageszeitung – das Heil in Digital. Die Wochenend-Ausgabe soll weiterhin im Print erscheinen. Im Medienmagazin kress PRO (Paywall) erklärt er, wie die Transformation vonstatten gehen soll: https://kress.de/mail/news/detail/beitrag/141860-eine-zukunft-fast-ohne-print.html?utm_source=kress_News_kressexpress&utm_campaign=0e780bdcf6-EMAIL_CAMPAIGN_2019_01_08_10_54&utm_medium=email&utm_term=0_03e80e36e4-0e780bdcf6-92521265

kress pro-Medienmanager des Jahres im Interview

„Aus dem ganzen System machen wir Abo-Gewinne.“ Im Interview mit kress pro erklärt Tagesspiegel-Herausgeber Sebastian Turner, von den Lesern des Branchenmagazins zum Manager des Jahres 2018 gewählt, was er über Newsletter denkt. Sie sind seiner Ansicht nach vor allem eins: Gute Abo-Produzenten. (Interview hinter Paywall: https://kress.de/mail/news/detail/beitrag/141792-sebastian-turner-im-interview-newsletter-sind-gute-abo-produzenten.html)

Apple Pay startet in Deutschland – LaterPay-Gründer über die Vorteile für Verlage

In seinem Gastbeitrag auf Meedia erklärt LaterPay-Gründer Cosmin Ene die Vorteile für Verlage. Neben Datenschutz (Apple Pay sammelt keine persönlichen Daten und weiß nicht, wer was kauft) und Convenience (mit dem Smartphone zahlen) sieht Ene für Publisher vor allem eine große Chance: Der Spontankauf von digitalen Produkten wird mit Apple Pay enorm erleichtert. Ein Leser kann damit eine Ausgabe oder einen Einzelartikel kaufen, ohne dass dabei sein Nutzererlebnis merkbar unterbrochen wird. Eine junge Zielgruppe, die schnell, einfach und vor allem mobil Verlagsangebote kaufen will – mit Apple Pay rückt sie wieder näher an journalistische Digitalangebote heranA.

Deloitte-Media-Studie: zunehmende Beliebtheit von Paid Content und Einzelartikelkauf

Die neueste Deloitte Media Consumer Survey ist da. Eine besonders interessante Entwicklung ist die steigende Beliebtheit von Paid Content-Inhalten (sowohl bei Abo- als auch bei Einzelartikelverkäufen). Nach der Studie – für die etwa 2000 Verbraucher in Deutschland zwischen 14 und 75 Jahren befragt wurden – sind die Abonnementzahlen von digitalen Zeitungen in den letzten beiden Jahren um 35 Prozent gestiegen (von 33 auf 44 Prozent). Der Kauf von Einzelartikeln hat sogar noch deutlicher an Beliebtheit gewonnen: hier beträgt der Zuwachs im Vergleich zu 2016 sogar 50 Prozent (von 10 auf 15 Prozent). Besonders jüngere Leser zwischen 25 und 44 Jahren kaufen am häufigsten Einzelartikel – vornehmlich aus Fachzeitschriften. „Attraktive Inhalte verschwinden immer öfter hinter der Paywall, und Konsumenten sind zunehmend willens, für diese auch zu zahlen. Die lange verbreitete Gratiskultur im Netz weicht langsam, aber stetig einer substanziellen Zahlungsbereitschaft“, kommentiert Klaus Böhm, Leiter des Bereichs Media & Entertainment bei Deloitte, die Ergebnisse der Studie.

Facebook: Kostenpflichtige Nachrichten-Abos ab Oktober 2017

Facebook plant eine Bezahlschranke für Inhalte kooperierender Verlagspartner: die Funktion soll auf die bestehenden „Instant Articles“ aufsetzen, nach dem Konsum von zehn kostenfreien Artikeln greifen und beginnend ab Oktober 2017 mit einer Testphase eingeführt werden. Ab 2018 könnte das Angebot dann global ausgerollt werden. Der Konzern gibt damit endgültig dem Drängen der Verlage nach Einführung von Abo-Produkten auf der Plattform nach.

Google-App startet mit intelligenter Themen-Anzeige

Innerhalb der offiziellen Google-App (iOS, Android) führt der Konzern einen neuen Nachrichten-Feed ein: Nutzer werden automatisiert und nach ihren opersönlichen Interessen mit Nachrichten bzw. Informationen versorgt. Im Karten-Layout erscheinen so Nachrichten, Sport-Infos, Videos, Musik sowie Hintergrundstories. Nutzer, die mit ihrem Google-Konto angemeldet sind, werden dabei mit Infos aus allen Google-Produkten versorgt, so unter anderem der Google-Suche. Der Rollout der Funktion startete bereits in den USA und dürfte nach und nach global verfügbar sein.

Juiced: Vom Onlinemagazin zum Onlineshop für Indie-Magazine

Das einstige Onlinemagazin Juiced hat sein Geschäftsmodell radikal auf den Kopf gestellt: Seit Juli fungiert Juiced als Onlineshop für Independent Magazines mit journalistischem Anspruch. Zehn Zeitschriften sind zum Start mit dabei, darunter Die Epilog, FROH!, Kater Demos, Rosegarden sowie die preisgekrönten Magazine SHIFT und WASD. Weitere Zeitschriften sollen in den kommenden Wochen hinzukommen. Mit diesem Schritt wolle Gründer Daniel Höly die Indie-Publishing-Szene stärken und zur journalistischen Meinungsvielfalt beitragen.

Journalismus-Startup Merkurist erhält Millionen-Förderung

Merkurist erhält weitere 1,5 Mio. Euro von seinen Investoren. Das Mainzer Start-up legt seit 2015 seinen Fokus auf Lokaljournalismus und stellt den Leser dabei in den Mittelpunkt: Registrierte Leser schlagen Themen vor und stellen diese zur Abstimmung. Mit den neuen Finanzmitteln soll die Technologie in Deutschland weiter ausgerollt werden. Man habe in der Stadt Mainz gute Erfahrungen gemacht und schnell den Break Even erreicht, sagt Merkurist-Gründer Manuel Conrad. „Diesen Proof of Concept wollen wir jetzt für unser großflächiges Wachstum nutzen“, so Conrad weiter.